Am Freitag war ich mäßiger erfolgreich als ich hätte sein wollen, deshalb musste mein Geldbörserl am Samstag noch mal herhalten.
Frühmorgens, noch bevor die ungeliebten südlichen Nachbarn über den Brenner hereinfallen, bin ich ins Einkaufszentrum gefahren, voller Elan und willig, viel Geld loszuwerden. Im ersten Laden hab ich mich auch sofort in 2 tolle Kleider verliebt, die aber leider nicht mehr in meiner Größe zu haben waren, und eine Nummer zu groß – nein danke, rein(fr)essen möchte ich mich auch nicht
Sicherheitshalber hab ich die Verkäuferin gebeten, sie für mich zurück zu legen, denn vielleicht würde sich eine Schneiderin finden, die die Klamotten auf meine Größe trimmt.
Und so hab ich mich dann auf den Weg gemacht und die nächsten Läden abgeklappert, leider ziemlich erfolglos. Ich sah mich schon mit der Schneiderin verhandeln. In meiner Verzweiflung hab ich dann einen Laden betreten, der mir bisher nicht für seine jugendliche Kleidung aufgefallen wäre. Und doch hatte ich eine Ladenrunde später 2, 3 Sachen in der Hand, die ich probieren wollte.
Naja, ganz wirklich toll hat’s nicht ausgesehen, auch Herr S. (der sich zwischenzeitlich ein Herz gefasst hatte und mir seelischen Beistand leistete) war von der Auswahl nicht überzeugt.
Einen weiteren Streifzug durch die Klamottenlandschaft später hab ich dann meinen absoluten Traumrock gefunden, und seit dieser Entscheidung, das Stück definitiv mein Eigen werden zu lassen, hat sich auch eine Verkäuferin meiner erbarmt und mich bestens beraten. Vergessen waren die Kleider….
Viele (bunte, aber nicht gekaufte) T-shirts und einen Blazer später haben wir den Laden erfreut (ich) und erleichert (Herr S. und mein Konto) verlassen. Das Outfit wurde noch um ein nettes, unbuntes T-Shirt und passende Schuhe ergänzt, mein Hals mit etwas Schmuck verziert und – tada – Stella kann sich nun wieder sehen lassen
Shoppen macht also doch Spaß.